02.02.2024

Das ist der Leiter des neuen Nachdiplomstudiums Energieeffizienz

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von Peter Rüegg

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Der Leiter des neuen Nachdiplomstudiums Energieeffizienz, Markus Blättler, im Gespräch. – Teil 1

Die Schweiz will 2050 ihre energetischen Ziele erreichen und den Fachkräftemangel im Energiebereich bewältigen. Inovatech in Zofingen bietet eine innovative Ausbildungslösung für zukünftige Expertinnen und Experten Energieeffizienz: das Nachdiplomstudium. Es startet am 20. April 2024. Wer ist der Studiengangleiter Markus Blättler?

Markus Blättler, Jahrgang 1961, war drei Jahrzehnte in leitenden Funktionen bei Schweizer Energieversorgern tätig und unter anderem verantwortlich für Netzbetrieb, Lastmanagement, Optimierung der Energiebeschaffung oder für die Senkung von Stromtarifen von Gemeinden. Er ist selbst Hauseigentümer in Rupperswil.

  • Inovatech: Markus Blättler, im Zusammenhang mit der Klimastrategie 2050 der Schweiz: Was sollen Hauseigentümer zuerst tun? In eine neue Heizung, eine effizientere Haustechnik oder in eine bessere Dämmung investieren?
    Markus Blättler: In die Dämmung. Bei mir zu Hause habe ich so angefangen. Das Dach und die Fassade waren gut isoliert. Ich habe neue Fenster mit Verbundglas und moderne Dachfenster eingesetzt.
    Jetzt stellt sich die Frage, welche Heizung es nun braucht. Ein gut gedämmtes Haus braucht ja nicht mehr die gleich starke Heizung wie zuvor.
  • Energetische Massnahmen sind teuer.
    Das stimmt. Obschon man die Investitionen teilweise von den Steuern abziehen kann. Gerade bei jüngeren Leuten reichen aber die Eigenmittel oft nur für den Erwerb der Liegenschaft. Für energetische Massnahmen fehlen dann die Mittel.
    Ich finde, die Banken müssten ein Modell für eine «Energiesparhypothek» anbieten, das würde helfen. Die Hauskäufer würden sich bei Abschluss der Hypothek verpflichten, innerhalb einer bestimmten Frist in Energiesparmassnahmen zu investieren. Dadurch würde der Wert der Liegenschaft steigen.

Markus Blättler ist Geschäftsführer des Abwasserverbands Region Lenzburg und Präsident des Verbands Aargauischer Stromversorger. Zudem ist er Mitglied in der Arbeitsgruppe des Verbands Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen VSE und gründete 2023 eine eigene Beratungsfirma im Bereich Versorgung und Entsorgung.

  • Die Welt will sich von fossilen Brennstoffen verabschieden. Dies steht auf der Abschlusserklärung der Weltklimakonferenz von Dezember 2023. Womit heizt oder kühlt die Schweiz 2050?
    Sehr viel elektrisch. Die Schweiz wird wohl nur wenig erneuerbare Energie aus Wasserkraft zubauen. Die Photovoltaik hingegen wird eine grosse Rolle spielen.
    An die Windenergie glaube ich wenig. Wir sind kein «Windland», und die fehlende Konstanz dieser Energiegewinnung ist ein Problem. Zudem dürfen wir nicht vergessen: der Landschaftsschutz der Alpenwelt ist in der Schweiz ein sehr wichtiges Anliegen.
    Vermutlich wird die Atomkraft eine grössere Rolle spielen. Vielleicht werden es neue Reaktortypen sein, Stichwort «Thorium-Reaktoren». Ich bin jedenfalls gegen jedwelche Technologieverbote.

 

Link
Interview mit Markus Blättler, Teil 2

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